Anleitung

Dies ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die professionelle Verklebung von mehrteiligen, konturgeschnittenen und freistehenden Folienaufklebern mithilfe von Transferfolie auf Fahrzeugen.

Benötigte Materialien:

  • Folienaufkleber mit Transferfolie auf Trägerpapier
  • fusselfreies Mikrofasertuch
  • Oberflächenreiniger
  • Rakel mit weicher (Filz)Kante, um die Folie nicht zu beschädigen
  • Heißluftpistole bzw. Fön (optional aber empfohlen für schwierige Ecken oder Kanten)
  • Klebeband oder Magnete
  • Schneidemesser (Cutter)
  • Lagerung des Aufklebers
    Die Motive sollten zeitnah verklebt und nur kurzzeitig bei Raumtemperatur, ohne direkte Wärmeeinwirkung oder Feuchtigkeit, gelagert werden.

    Positionierung zum Test
    Den Aufkleber nicht vom Trägerpapier ablösen und auf die gewünschte Position am Fahrzeug halten, um die Ausrichtung und Passgenauigkeit zu überprüfen. Das Motiv kann dabei mit Magneten oder ablösbarem Klebeband fixiert werden und es können Markierungen gesetzt werden, um später die exakte Positionierung zu erleichtern.

  • Reinigen der Oberfläche
    Die Fahrzeugoberfläche gründlich reinigen. Verwende dazu einen speziellen Oberflächenreiniger und ein fusselfreies Tuch, um Schmutz, Staub, Öl und Wachs zu entfernen. Dieser Schritt ist sehr wichtig, da jede Verunreinigung die Haftung der Folie beeinträchtigen kann und Einschlüsse die Oberfläche der Folie unsauber aussehen lassen.

    Trocknen und Temperatur
    Lasse die gereinigte Oberfläche vollständig trocknen und achte darauf, dass keine Feuchtigkeit zurückbleibt. Wir empfehlen die Verklebung nicht unter 15°C durchzuführen.

Transferfolie anrakeln

1. Schritt

Das freistehende Motiv befindet sich unter einer transparenten Übertragungsfolie auf einem Trägerpapier, so dass ein einfaches Verkleben der freistehenden Elemente möglich ist. Vor dem Ablösen das Motiv auf einem glatten, festen Untergrund auslegen und mit einem Rakel druckvoll über die transparente Folie streichen, damit die Übertragungsfolie genug Haftung aufbaut. Bei mehrteiligen Aufklebern können einzelne Teile mit einer Schere getrennt werden, um diese separat zu verkleben.

Ablösen vom Trägerpapier

2. Schritt

Das Trägerpapier und die Übertragungsfolie mit dem Motiv langsam und sorgfältig voneinander abziehen, damit kein Element des Aufklebers auf dem Trägerpapier zurück bleibt und dadurch eventuell beschädigt wird. Falls einzelne Teile nicht an der Übertragungsfolie haften bleiben sollten, das Trägerpapier wieder ein kleines Stück zurückschieben und mit etwas Druck noch einmal darüber rakeln. Die Motive können wahlweise auch mittels Nassverklebung angebracht werden, denn dies ermöglicht Korrekturen bei der Positionierung und hilft unerwünschte Lufteinschlüsse zu vermeiden. Dazu wird die zu beklebende Fläche mit einem Gemisch aus 1 Tropfen Spülmittel (ohne Balsam o.Ä.) auf 1 Liter Wasser benetzt.

Positionieren und Anrakeln

3. Schritt

Das Motiv nur an einer Kante der Übertragungsfolie über dem zu beklebenden Untergrund ausrichten, leicht fixieren und darauf achten, dass das Motiv nicht mit dem Untergrund in Kontakt kommt. Hierbei besonders vorsichtig sein, denn sobald das Motiv erst einmal haftet, könnte es durch Korrekturen beschädigt werden. Nun kann durch die Übertragungsfolie hindurch der Aufkleber mit einem Rakel glatt gestrichen werden. Dabei von einer Seite angefangen in eine Richtung arbeiten und den Aufkleber nur an der Position des Anrakelns den Untergrund berühren lassen. Bei Nassverklebung die Flüssigkeit unter dem Motiv anschließend vollständig herausrakeln und den Aufkleber zusätzlich eine geeignete Zeit antrocknen lassen, um eine ausreichende Klebewirkung sicherzustellen.

Trägerpapier weiter entfernen

4. Schritt

Nach der Verklebung, und bei Nassverklebung nach ausreichend Trockenzeit, kann die Übertragungsfolie, von einer Seite angefangen, vorsichtig in einem flachen Winkel abgezogen werden. Bei sehr filigranen Motiven ist es eine gute Methode, wenn mit leichtem Druck das Rakel auf der Übertragungsfolie mit geführt und diese gleichzeitig mit der anderen Hand langsam abgezogen wird. Falls einzelne Teile nicht auf dem Untergrund haften bleiben, einfach die Übertragungsfolie etwas zurück klappen, bei Nassverklebung eine längere Trocknungszeit abwarten und noch einmal mit Druck über den entsprechenden Teil rakeln.

  • Überprüfung auf Luftblasen

    Kleinere Blasen können mitunter mit dem Rakel noch herausgedrückt werden. Es können auch mit einer dünnen Nadel kleine, nahezu unsichtbare Löcher gesetzt werden um einzelne, hartnäckige Lufteinschlüsse zu entfernen.

  • Kleber fixieren

    Nach der Verklebung sollte der Kleber an schwierigen Stellen zusätzlich fixiert werden, indem das Motiv dort mittels Heißluft erwärmt wird. Dadurch lassen sich spätere unerwünschte Ablösungen, insbesondere an Kanten und Sicken, vermeiden.

  • Nach dem Verkleben

    Das Fahrzeug sollte in den ersten 24h nach der Verklebung nicht gewaschen oder hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Bitte beachte auch, dass aggressive Reinigungsmittel oder Polituren die Folien beschädigen können.